Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt

Schiffbauer Damm

Die Baumaßnahme am rechten Ufer der Spree lag am Schiffbauerdamm zwischen der Weidendammer Brücke und der DB Brücke Friedrichstraße. Die dort vorhandene Ufermauer wies standsicherheitsrelevante Mängel auf und musste auf einer Länge von 220 m grundhaft instandgesetzt werden. 

06.11.2018 Uferwand vorher

04.08.20 Uferwand Nachher

Bereits im Jahr 2006 hatte das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Berlin im Zuge von Taucheruntersuchungen zur Bauwerkserkundung Schäden im Unterwasserbereich der Ufermauern festgestellt. Um standsicherheitsgefährdende Bodenausspülungen unter den flach gegründeten Ufermauern zu verhindern, wurde daraufhin zur Gefahrenabwehr zunächst eine Stahlspundwand zur Sicherung der Gründung eingebaut. 

Im Zuge eines Maßnahmenprogrammes zur Uferinstandsetzung an den Bundeswasserstraßen in Berlin, hatte das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Berlin dann das Wasserstraßen-Neubauamt Berlin mit der Planung und Durchführung der grundhaften Instandsetzung der betroffenen Ufermauern beauftragt. Dazu wurde jetzt eine neue Wandkonstruktion unmittelbar vor die alte Ufermauer gesetzt. Die neue Konstruktion besteht aus Stahlbetonfertigteilen, die auf Bohrpfählen gegründet und im über Wasser sichtbaren Bereich mit Natursteinen verblendet wurden.

Aus bautechnologischen Gründen musste dabei der Verkehrsraum für die Fahrrinne der Schifffahrt auf der Spree vorübergehend eingeschränkt werden. Während der Sommermonate ist dieser Abschnitt der Spree die am höchsten verkehrsbelastete Binnenwasserstraße des Bundes deutschlandweit. Daher wurden Arbeiten, die Einschränkungen des Schiffsverkehres erfordern, während der verkehrsärmeren Wintermonate ausgeführt.

Arbeiten:

  • Sondierung der Spreesohle auf eventuell vorhandene Kampfmittel
  • Einbau eines temporären Spundwandkastens als Arbeitsebene für alle Arbeiten
  • Herstellung von 166 Bohrpfählen, Durchmesser 0,88 m Länge 20 m
  • Herstellung des neuen Deckwerks gemäß Regelbauweisen an Binnenwasserstraßen (MAR) als durchlässige Befestigung der Böschung (Erdarbeiten)
  • Verankerung von Bohrpfählen mit 74 Litzenankern, Länge bis 50 m
  • Herstellen der neuen Uferwand aus ca. 300 m³ Stahlbeton
  • Verblenden der neuen Uferwand mit ca. 370 m² Natursteinen (Granit und Sandstein)

Bauzeit:

Beginn der Baumaßnahme November 2018, Ende im Juli 2020

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